Neues hinter jeder Ecke


+++ MUSEUM ÖFFNET MIT NEUEN ANGEBOTEN
FÜR INDIVIDUELLE BESUCHE WIEDER +++

Das Stadt- und Industriemuseum öffnet wieder seine Pforten. Alle Abteilungen können ab Freitag, dem 15. Mai wieder zu den üblichen Öffnungszeiten (Di-Fr: 9-13, 14-17 Uhr und Sa/So 10-17) besucht werden. Die Besucher*innen werden gebeten, eine Mund-/Nasenbedeckung zur tragen und beim Rundgang auf die Einbahnregelung und die allgemein geltenden Hygieneregelungen Rücksicht zu nehmen.

Aber nicht nur die Ausstellungen locken. Das Museum hat einen neuen Audio-Rundgang auf seine Media-Guides aufgespielt, mit dem ein Spaziergang über die Anlage zu einem unterhaltsamen Erlebnis wird. Einzeln oder als Paar wird man so mit historischen Erläuterungen und spannenden Anekdoten durch die Festung geführt. Wer seine eigenen mitbringt, kann den Ausführungen noch besser lauschen und muss nicht auf die im Museum verfügbaren Kopfhörer zurückgreifen.

Für Eltern von Grund- und Vorschulkindern hat sich das Museum einen Festungsspaziergang ausgedacht, bei dem die jüngsten Festungsfans toben, knobeln, singen, zeichnen und die Geschichte der Anlage erwandern können. Auf einem liebevoll gestalteten Entdeckerbogen werden die Ergebnisse festgehalten und mit dem Elternbogen bewaffnet können diese Rede und Antwort stehen und ihre Sprösslinge über die wichtigsten Zusammenhänge selbst aufklären. Ausgedruckte Bogen gibt es kostenfrei an der Museumskasse oder wahlweise hier zum Download.

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Historische (Kinder-)Spiele: Folge 6

+++ AB IN DEN GARTEN! +++

Heute wollen wir drei Spiele für draußen vorstellen, die vor rund 100 Jahren bei Kindern der Renner waren: Seifenblasen, Blindekuh und Meisterball. Wir finden, sie haben bis heute nichts an ihrer Attraktivität eingebüßt. Am besten gleich selbst ausprobieren!

Anleitung Seifenblasen

Dazu braucht es nur ein sauberes mit Wasser gefülltes Gefäß wie einen Becher oder eine Müslischale, in das etwas Spülmittel oder Flüssigseife eingerührt wird. Um die Seifenblasen stabiler zu machen, kann noch etwas Puderzucker und ein Spritzer Speiseöl dazugegeben werden. Wenn alles gut verrührt ist, fehlt nur noch ein Strohhalm, um die Seifenblasenketten aus dem Behältnis blubbern zu lassen. Aber Vorsicht: Nur Pusten, nicht Trinken! Und mit der Seifenblasenproduktion nicht schon in der Wohnung starten.

Variiert werden kann mit mehreren Strohhalmen, durch die gleichzeitig gepustet wird.
Lässt sich zu Hause ein Pfeifenputzer finden, kann ein individuell geformter Pustestab geformt werden. Alternativ lässt sich Blumendraht formen und am Ende des Strohhalms befestigen und so die Seifenblasen in Form gepustet werden.

Um 1900 wurden auch Tonpfeifen benutzt, um Seifenlauge in Blasenform zu bringen. Man tauchte den Kopf einer Tonpfeife in die Flüssigkeit und pustete vorsichtig ins Mundstück. So entstiegen dem Pfeifenkopf die schillernden Seifenblasen.

Anleitung Blindekuh

Für dieses Spiel sollten es mindestens drei Personen sein, eine Augenbinde muss vorhanden sein und eine ebene Fläche sollte ausgesucht werden, um ein Stolpern und Fallen zu vermeiden. Einem/r werden nun die Augen verbunden und er/sie schlüpft damit in die Rolle der blinden Kuh. Eine zweite mitspielende Person nimmt nun die blinde Kuh an der Hand und führt sie herum. Dabei sprechen die beiden den folgenden Dialog:

Führende Person: Blindekuh, ich führe dich.
Blindekuh: Wohin?
Führende Person: Zum Kuhstall.
Blindekuh: Was soll ich da?
Führende Person: Futter essen.
Blindekuh: Da find’ ich keins.
Führende Person: So such dir was.

Nach dem letzten Satz wird die Hand der blinden Kuh losgelassen und die Mitspieler*innen bewegen, tanzen und springen um sie herum. Die blinde Kuh muss nun eine mitspielende Person fangen. Gelingt ihr das, ist sie erlöst und der/die Nächste wird zur blinden Kuh.

Anleitung Meisterball

Für dieses Spiel braucht es nur einen Ball und eine Wand, an die er geworfen werden darf. Während die Strophen des Spiels gesprochen werden, muss der Ball für den Lehrling dreimal, für den Gesellen/die Gesellin sechsmal und für den/die Meister*in zwölfmal hintereinander an die Wand geworfen und wieder gefangen werden. Der Ball darf dabei nicht auf den Boden fallen. Passiert das, muss wieder bei der ersten Strophe begonnen werden. Das Spiel kann alleine gespielt werden oder auch mit mehreren – wer zuerst Meister*in wird, gewinnt!

Schwieriger wird das Spiel, wenn in die Hände geklatscht wird, während sich der Ball beim Wurf an die Wand in der Luft befindet: als Lehrling je einmal, als Geselle je zweimal und als Meister*in gar dreimal.

Tipp, tapp, tapp,
spring’ von der Wand schnell ab,
dich zu fangen ist mein Sinn,
einmal, zweimal, dreimal,
bis ich nun ein Lehrling bin.

Tipp, tipp, tapp,
spring’ von der Wand schnell ab,
dich zu fangen ist mein Sinn,
einmal, zweimal, dreimal,
viermal, fünfmal, sechsmal,
bis ich nun Geselle/in bin.

Tipp, tipp, tipp,
spring von der Wand hoch ab,
dich zu fangen ist mein Sinn,
einmal, zweimal, dreimal,
viermal, fünfmal, sechsmal,
siebenmal, achtmal, neunmal,
zehnmal, elfmal, zwölfmal,
bis ich nun ein Meister/Meisterin bin.



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Historische (Kinder-)Spiele: Folge 5

+++ AUF DEN KNOPF GEKOMMEN +++

Heute haben wir die Knöpfeschachtel hervorgekramt und festgestellt, dass Knöpfe sich nicht nur als Verschlussstück an Kleidung gut machen. Sie eigenen sich auch ganz hervorragend zum Spielen! Sie lassen sich stapeln, schubsen, balancieren und jonglieren. Sie rutschen und rollen, haben verschiedene Formen und Farben und sind aus ganz unterschiedlichen Materialien gefertigt. Wenn das keine guten Gründe für ein paar Runden Knopfspiele sind!

Anleitung „Knopfturm“

Hier ist eine ruhige Hand gefragt! Für dieses Spiel werden lediglich verschiedene Knöpfe gebraucht.
Nun nehmen sich die Mitspieler*innen reihum solange einen Knopf weg bis der Vorrat aufgeteilt ist. Alle sollten am Ende die gleiche Anzahl an Knöpfen besitzen.
Gemeinsam wird jetzt ein richtig hoher Turm zu gebaut. Damit er eine gute Höhe erreichen kann, sollte er ein stabiles Fundament mit großen Knöpfen haben.
Abwechselnd wird nun der Reihe nach immer einen Knopf auflegt bis alle Knöpfe verbaut sind oder der Turm eingestürzt.
Sobald das Bauwerk fertig errichtet ist, kann es reihum Knopf für Knopf wieder abgebaut werden. Das hört sich einfach an, ist doch oft schwerer als der Aufbau.
Der Schwierigkeitsgrad kann erhöht werden, indem abwechselnd mit der linken und der rechten Hand Knöpfe dazugelegt bzw. weggenommen werden müssen.


Anleitung „Knopflinge“

Auf einen Teller werden mehrere Vierersets gleicher Knöpfe gelegt und die Knöpfe anschließend gut vermischt.
Mit verbundenen Augen versucht nun ein*e Mitspieler*in, die Knöpfe durch Erfühlen zu sortieren.
Zum Üben können Knöpfe hergenommen werden, die sich durch Tasten leicht unterscheiden lassen. Dann kann der Schwierigkeitsgrad gesteigert werden. Neben verschiedenen Knopfformen eignen sich auch Knöpfe aus unterschiedlichen Materialien: Holz, Stoff, Leder, Plastik, Metall
Noch schwieriger wird es, wenn auf dem Teller Knopfzwillige, -drillinge und -vierlinge verteilt werden. So muss ganz genau gefühlt werden, um die Sets richtig zu ordnen.
Am Schluss wird gezählt, wie viele Sets richtig erspürt wurden und der/die Nächste*r ist an der Reihe.


Anleitung „Knöpfe aufladen“

Dieses Knopfspiel lässt sich am besten zu zweit oder in Zweierteams spielen.
Eine*r streckt nun eine Hand mit den Handrücken nach unten und gespreizten Fingern aus. Dabei muss die Hand ganz ruhig gehalten werden, sodass der/die andere auf den ausgestreckten Zeige-, Mittel-, Ring- und kleinen Finger Knöpfe setzen kann. Es geht darum, so viele Knöpfe wie möglich auf die Kuppen der vier Finger zu platzieren. Welche Knöpfe sind dafür am besten geeignet?
Ganz vorsichtig wird nun gestapelt bis die Knöpfe ins Rutschen geraten und herunterfallen. Dann werden sie abgezählt. Wie viele Knöpfe konnten aufgeladen werden?
Jetzt werden die Rollen getauscht und wieder bis zum „Gehtnichtmehr“ Knöpfe auf die Fingerkuppen geladen. Wer mehr Knöpfe aufladen konnte, gewinnt. Spielen Zweierteams gegeneinander, werden die gestapelten Knöpfe zusammengezählt und das Team mit der höchsten Anzahl gewinnt.

Viel Freude mit den Knopfspielen!



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Historische (Kinder-)Spiele: Folge 4

+++ UM DIE WETTE MURMELN +++

Murmeln geht immer und überall: auf dem Balkon, der Terrasse, im Hinterhof und notfalls auch im Flur. Im Museum haben wir diese Woche die Glasmurmeln ausgepackt und losgelegt. Getestet haben wir verschiedene Spiele und zwei davon mochten wir ganz besonders: Kreismurmeln und Torschnippen!

Anleitung Kreismurmeln

Dafür müssen zwei unterschiedlich große Kreise auf dem Boden markiert werden. Zuerst wird der kleinere Kreis gezogen, danach wird ein zweiter größerer Kreis um den ersten gezogen. Auf Pflaster oder Teer geht das gut mit Kreide. In der Wohnung kann ein Faden die Kreise markieren und auf Sand- oder Erdboden lassen sich die Markierungen gut mit einem Stöckchen ziehen.

Nun werden beliebig viele Murmeln an oder auf der Linie des inneren Kreises platziert. Nach der Reihe müssen die Mitspieler*innen versuchen mit ihrer Schussmurmel von der Linie des äußeren Kreises aus die Murmeln auf dem inneren Kreisrand zu treffen. Aber Vorsicht: Sie dürfen nicht aus dem inneren Kreis kullern – sie sollen nur getroffen werden und in die Kreismitte rollen.

Wem der Schuss gelingt, darf die getroffene Murmel zu sich nehmen. Hat es nicht geklappt, kommt die Murmel zurück auf die Linie bzw. bleibt dort und der/die nächste probiert sein Glück.

Gespielt wird, bis keine Murmeln mehr auf der inneren Kreislinie liegen. Gewonnen hat, wer am Schluss die meisten Murmeln einsammeln konnte.


Anleitung Torschnippen

Zunächst muss eine Murmelstrecke ausgewählt werden, an deren Ende ein Tor aufgebaut wird. Das braucht kein Netz wie beim Fußball, sondern es reichen schon zwei Torpfosten. Dazu lässt sich allerhand umfunktionieren. Bücher, Ziegel, Steine – was sich eben gerade finden lässt. Dann muss noch die Startlinie festgelegt werden.

Nun kann in einem Probedurchlauf ausprobiert werden, ob der Abstand auch groß genug ist zwischen Startlinie und Tor. Wenn alle gleich das erste Mal ins Tor treffen, ist die Strecke wahrscheinlich zu kurz.

Alle Mitspieler*innen bekommen die gleiche Anzahl an Murmeln. Am besten wird jedem eine Farbe zugeteilt, damit die weggeschnippten Murmeln auch zugeordnet werden können.Wer die meisten Schüsse ins Tor schafft, gewinnt!

Zu leicht? Dann wird einfach das Tor verschmälert oder es werden Strohhalme zur Hilfe genommen und die Murmeln um die Wette ins Ziel gepustet!



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Historische (Kinder-)Spiele: Folge 3

+++ FLINKES HÄSCHEN GESICHTET +++

Blitzschnell huscht da etwas Kleines über die Wiese: Das kann eigentlich nur unser flinkes Häschen sein! Mit einem festen Papierbogen, Bleistift und Schere ausgerüstet, lässt sich das Tierchen im Handumdrehen herstellen. Es kann als Spielgefährte oder Dekoration eingesetzt werden. So klein und zierlich eignet es sich aber ganz besonders gut zum Verstecken im Garten oder der Wohnung. Da bekommen die bunten Ostereier dieses Jahr glatt Konkurrenz!

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Bastelanleitung „Flinkes Häschen“

1. Der Papierbogen wird in der Mitte gefaltet.

2. Danach wird an der gefalteten Kante entlang der „halbe Hase“ aus der Vorlage aufgezeichnet. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

Der Hase kann frei auf den Papierbogen abgezeichnet werden; zur Orientierung können – wie in der Vorlage – Gitterlinien auf dem Papierbogen eingezeichnet werden. Damit lassen sich die Kästchen abzählen und das Übertragen fällt ganz leicht.
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Der „halbe Hase“ der Vorlage wird ausgeschnitten und als Schablone verwendet. Mit einem Bleistift lässt sich der Schablonenumriss einfach nachfahren.
Wichtig ist, dass die gestrichelte Linie aus der Vorlage an der gefalteten Kante des Papierbogens platziert ist.

3. Wenn der Hasenumriss noch nicht gefällt, kann jetzt die Zeichnung verändert werden. Bei diesem Schritt können die Löffel vergrößert oder die Hasenschnauze ein wenig gestaucht werden, bis der Umriss gut gefällt. Die überflüssig gewordenen Linien können einfach wegradiert werden.

4. Nun werden die zwei Lagen des Papiers gut festgehalten und der Hase entlang der Zeichenlinien ausgeschnitten, nur die gefaltete Kante bleibt unberührt.

5. Wird das Papier auseinander geklappt, hat man einen Hasen in der Hand.

6. Nun müssen noch zwei kleine Schlitze auf beiden Seiten in den Hasenkopf geschnitten werden, so dass sich die Hasenohren nach innen umklappen und durch diese Schlitze stecken lassen.

7. Um die Biegung des Hasenhalses natürlicher erscheinen zu lassen, kann an der Faltkante entlang des Halses etwas Papier weggeschnitten werden, dann ist der Hals schlanker.

8. Nun lässt sich noch die Neigung des Halses und Kopfes anpassen, indem etwas Papier nach innen gefaltet wird. Am Halsansatz muss das an beiden Seiten oben und am Kopfansatz unten vorgenommen werden. Fertig ist der flinke Hase!

9. Sofern helles Papier verwendet wurde, kann der flinke Hase nun mit Buntstiften oder mit Wassermalfarben ein glänzend braunes Fell bekommen!

Viel Spaß beim Basteln!




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Historische (Kinder-)Spiele: Folge 2

+++ DIE MÄUSE SIND LOS! +++

Genug gewürfelt! Heute geht es mit der Taschentuchmaus tierisch weiter. Sie ist ein echter Dauerbrenner, findet sie sich in historischen Spielebüchern doch genauso wie in gegenwärtigen Online-Tutorials wieder. Im „Illustrierten Spielbuch für Kinder“ aus dem Jahr 1902 ist gleich noch ein Tipp vermerkt, wie mit der Stoffmaus zu spielen ist:

„Das fertige Mäuschen setzt sich die Mutter oder eines der älteren Geschwister auf die innere rechte Hand, deren Finger etwas gekrümmt werden; dann streichelt sie ein Weilchen mit der Linken den Rücken des Mäuschens und schnellt es plötzlich durch eine rasche Bewegung der rechten Finger einem Kind in den Schoß, worüber dieses zwar etwas erschrickt, sich aber dennoch herzlich freut.“

Um die niedliche Maus zu zaubern, wird lediglich ein dünnes quadratisches Stück Stoff benötigt. Am besten eignet sich dafür ein großes Herrentaschentuch. Ruckzuck lässt sich daraus mit ein paar geschickten Handgriffen ein kleiner Spielgefährte falten. Damit das Mäuschen nicht einsam ist, plädieren wir für ein Rudel weißer Mäuse!

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Faltanleitung Taschentuchmaus

1. Das Taschentuch wird zu einem Dreieck zusammengelegt und anschließend die gegenüberliegenden Ecken eingeschlagen (Abbildung ganz links).

2. Der übereinandergeschlagene Teil des Tuchs wird fest zusammengerollt, bis von der dritten Ecke nur noch wenig zu sehen ist (Abbildung Mitte links).

3. Die beiden Enden der Wulst werden nun rückseitig übereinandergelegt (Abbildung Mitte rechts).

4. Jetzt wird die überstehende dritte Ecke über die beiden aneinandergelegten Wulstenden geschlagen und stetig nach innen gedreht. Solange, bis die zwei Ecken, die im ersten Schritt eingeschlagenen wurden, wieder zum Vorschein kommen (Abbildung rechts).

5. Aus den beiden Ecken werden Kopf und Schwanz der Maus. Für den Kopf wird ein Knoten geknüpft und die beiden Knotenenden werden zu Mäuseohren.

Fertig ist die Taschentuchmaus!



Abbildungen: Ida Bloch, Illustriertes Spielbuch für Kinder. Unterhaltende und belustigende Spiele und Beschäftigungen für kleine Kinder im Zimmer sowie im Freien, Leipzig: Spamer 21902, S. 22f.


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Historische (Kinder-)Spiele: Folge 1

+++ WÜRFELN WIE DIE LANDSKNECHTE! +++

Langweilig? Das war es den Landsknechten in der Rüsselsheimer Festung auch ganz häufig. Um sich die Zeit zu vertreiben, spielten sie „Glückshaus“. Bei diesem Würfelspiel kann man Schwein haben oder gekrönt werden. Die Landsknechte grunzten und becherten dabei! Lust zum Spielen bekommen? Alles Benötigte findet sich in der Wohnung – keiner muss dafür das Haus verlassen!

Zunächst wird das Spielfeld gebraucht, das sich ganz leicht auf Papier nachzeichnen lässt. Ein Haus mit neun Zimmern und einem Dach. Jedes Zimmer trägt eine Nummer (3 bis 11) und im Dachgeschoss sind eine Krone und die 12 untergebracht. Vor dem Haus findet sich ein Schwein bei der 2 ein. Nun müssen noch ineinander verschlungene Ringe in Raum Nr. 7 und ein Becher in Raum Nr. 4 eingezeichnet werden und schon ist das Glückshaus einsatzbereit!

Dann braucht es nur noch zwei Würfel und drei „Edelsteine“ pro Spieler. Wer keine Edelsteine herum liegen hat, kann Münzen, Kastanien oder Spielsteine eines anderen Brettspiels als Ersatz hernehmen.

Die Spielregeln gibt es am Seitenende zum Download.

Wir wünschen viel Spaß beim Spiel und empfehlen beim Würfeln einer 4 bei Apfelschorle zu bleiben und nicht wie die Landsknechte Bier oder Wein zu kippen!

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