Neues aus der Sammlung

Neues aus der Sammlung

Es Weihnachtet sehr!

Zu Weihnachten sollen die Kinderaugen strahlen: Das hatte sicher auch der Mitarbeiter der Firma Opel im Sinn, als er in den 1920ern/1930ern für seine Kinder dieses Spielzeug-Karussell baute.

Es steckt voller liebevoller Details: sechs Holzpferde, zwei Rentiere, eine Kutsche und ein rotes Auto samt zwei kleiner Puppen tummeln sich auf dem runden Gestell. Über ihnen kann man kleine goldene und silberne Christbaumkugeln entdecken, dahinter aufgeklebte Bilder von Engeln und anderen weihnachtlichen Szenen. Alle Kanten sind mit goldenen Borten eingefasst worden. Wie hat er bloß die imposante Spitze des aus bemalten Stoff bestehenden Kegeldaches hinbekommen? Das Endstück einer Gardinenstange bringt es zum Glänzen!

Was wäre ein Karussell, wenn es sich nicht auch drehen würde? Betätigt man die kleine Kurbel, sieht man nicht nur die Pferde und die Fahrzeuge an sich vorbeiziehen: Die unter dem Boden aufgespannten Gitarrensaiten werden durch einen Draht an gezupft und die Karussellfahrt bekommt eine musikalische Untermalung.

Die Reitschule blieb fortan in Familienbesitz, wurde Kindern und Verwandten gezeigt, um immer zu Weihnachten aufs Neue zu erfreuen. Nur die „Drehorgel“ war scheinbar ein Ärgernis, denn die Saiten war laut Überbringer leider „immer verstimmt“.