Wir sind Stadtgespräch

Bunte Rüsseltiere und ein Papiertheater

Schulen und Museum gehen Bildungspartnerschaften ein

„Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ lautet der Titel eines Förderprogramms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das nun zwei museumspädagogische Projekte im Stadt- und Industriemuseum finanziert. Das Förderprogramm „MuseobilBox“, das in diesem Rahmen vom Bundesverband Museumspädagogik betreut wird, richtet sich besonders an bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche.

In Rüsselsheim ist das Museum gleich mit vier Partnern ein Bildungsbündnis eingegangen. Gemeinsam mit der Grundschule Innenstadt und der Betreuungsschule Innenstadt bietet das Museum nachmittags einen Workshop an, bei dem ein bunter Papierdschungel, bevölkert mit den verschiedensten Rüsseltieren entsteht. In der Mitmachausstellung „Papier la Papp“, die ab Ende März im Museum gezeigt wird, lernen die Kinder dabei alles über den Werkstoff Papier. Im kreativen Teil des Programms wird nach Herzenslust geschöpft, gedruckt, gemalt, gefaltet und geklebt: Jedes Kind gestaltet ein Rüsseltier aus Papier und zusammen mit den Schulkameradinnen und -kameraden bunte Biotope.

Die Zusammenarbeit mit dem Museum liegt Schulleiterin Anette Claus von der Grundschule Innenstadt ebenso am Herzen wie Schulleiter Timo List von der Park-schule. In dem Projekt, das mit der Haupt- und Realschule und der Schulsozialarbeit des Ausbildungsverbunds Metall Rüsselsheim (AVM) gemeinsam aus der Taufe gehoben wird, sind Jugendliche aufgefordert, selbst ein Papiertheater zu entwerfen, zu gestalten und schließlich aufzuführen. Auch hier bildet die Papierausstellung im Museum den Ausgangspunkt. In der Nachmittagsbetreuung wird eine Gruppe interessierter Jugendlicher regelmäßig im Museum zu Gast sein, um das Theater zu „bauen“ und die Aufführung vorzubereiten. Unterstützt werden sie dabei von den Schulsozialarbeitern des ASM Rüsselsheim, der Museumspädagogin Ingeborg Lauterwasser sowie von professionellen Schauspielern, die mit einer Aufführung auf einem hundert Jahre alten Papiertheater auch den Startschuss für das Projekt geben.

„Das Projekt soll Kinder stark machen und für das Museum begeistern“, betont Kul-turbürgermeister Dennis Grieser und kann sich eine Weiterführung der Bildungspartnerschaft über weitere museumspädagogische Projekte vorstellen: „Mir ist wichtig, besonders die Schülerinnen und Schüler mit dem Museum bekannt zu machen, die in der Freizeit solche Einrichtungen kaum zu sehen bekommen.“

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