StadtMuseum inklusive

Urban Sketching in Rüsselsheim: gemeinsam malen, zeichnen, ausprobieren

Szenen städtischen Lebens mit Pinsel und Stift einzufangen, darum ging es an drei Samstagen im August. Das Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim hatte im Rahmen seines Projekts „StadtMuseum inklusive“ zu einem Urban Sketching-Workshop an verschiedene Orte der Stadt eingeladen. Hier konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit und ohne Beeinträchtigung unter fachkundiger Leitung Erfahrungen mit dem Malen und Zeichnen unter freiem Himmel sammeln. Vor Ort führten die Illustratorinnen Jenny Adam, Clara Schuster und Katja Rosenberg von den Urban Sketchers Rhein-Main Anfänger und Fortgeschrittene in die verschiedenen Techniken ein.
Das Malen mit Aquarellfarben stand beim ersten Termin am Landungsplatz auf dem Programm. Nach einer kurzen Einführung über das Farbenmischen trotzte die Gruppe mit bunten hellen Aquarelltönen dem grauen, regnerischen Augusthimmel. Es entstanden farbenfrohe Ansichten des Mainufers und benachbarter Gebäude. Auch der spätere Umzug unter das schützende Vordach des Rathauses tat der Mallust keinen Abbruch: Interessante Motive gibt es beim Urban Sketching überall.

Zum zweiten Termin traf sich die Gruppe im Verna-Park, um das Zeichnen mit Tusche auszuprobieren. Mit schwarzer Tinte und verschiedenen Hölzern ausgerüstet, begaben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der historischen Parkanlage auf Motivsuche. Der Weiher mit seiner Wasserfontäne oder der Taubenschlag fanden sich ebenso auf den fertigen Bildern wie die Turmruine oder einzelne Bäume. Die beeindruckenden Effekte, die sich mit Hilfe einfacher Holzspatel oder dünner Zweige und der Tusche in den Zeichnungen erzielen ließen, erstaunten und begeisterten alle.

Am dritten Samstag ging es mitten hinein in das Stadtzentrum zum Adam-Opel-Denkmal auf dem Bahnhofsvorplatz. Versorgt mit dicken Stiften und farbigem Papier, übte die Gruppe zunächst „blind Zeichnen“. Anschließend beschäftigte sie sich eingehend mit der Silhouette der angrenzenden Häuser sowie der Linienführung der Straßen. Besondere Akzente auf dem dunklen Papier setzten dabei neben Weiß die übrigen hellen Farben. Sie ließen die Motive in ungewohntem Licht erscheinen.

Am Ende des Workshops konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer neben ihren Bildern viele neue Kenntnisse und Anregungen mit nach Hause nehmen. Die anfängliche Scheu mancher, in der Öffentlichkeit zu zeichnen, war verflogen.