StadtMuseum inklusive

Lebendiges Museum: Theater am laufenden Band!

Eine Premiere gab es Anfang Mai in der Festung: Das Museum lud erstmals zu einem inklusiven Theater- und Tanz-Wochenende in seine Ausstellung, die so zur Bühne wurde. Nach einer Vorstellungsrunde und ersten Übungen zum Warmmachen am Samstag ging es auch schon los. Die Theaterpädagogin Priska Janssens versammelte die rund 20-köpfige Gruppe von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung inmitten von Ausstellungsstücken zur Festungsgeschichte. Inspiriert von den Schattenbildern der Wache schiebenden Landsknechte, ließen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihrer Phantasie freien Lauf und gestalteten kleine Szenen als Improvisationstheater: Was könnte den Wachen in ihrem Dienst alles wiederfahren? Auf wen könnten sie treffen? Wie könnte alles weitergehen? Mit Übungen aus der Theaterpraxis klang der Nachmittag aus.

Der zweite Tag des Workshops stand zunächst im Zeichen des Tanzes. Die Wiesbadener Tänzerin Valerie Sauer nahm die Gruppe mit auf eine Entdeckungsreise durch viele Bewegungen des Alltags und zeigte, wie auch aus ihnen Tanz entstehen kann. Dem Gegensatz zwischen den weichen fließenden Bewegungen des Menschen und den mechanischen und monotonen von Maschinen spürten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anschließend in der Ausstellung nach. Am Beispiel der Fließarbeit ahmten sie die automatisierten Bewegungsabläufe von Fabrikarbeitern nach und wurden so selbst zu einer menschlichen Maschine. Nach weiteren begeisterten Tanzeinlagen und einer im wahrsten Sinn bewegten Abschlussrunde endete das Theaterwochenende in der Festung. Viele neue Impulse und Eindrücke vom Theater spielen im Museum nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit nach Hause.

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