StadtMuseum inklusive

Ferienkinder bauen eine Mitmach-Maschine

Über 20 Kinder ohne und mit Unterstützungsbedarf, viele vom Hort des Vereins Werkstätten für Behinderte Rhein-Main e.V, verwandelten Anfang April die Festung Rüsselsheim in eine Konstruktionswerkstatt. Das gemeinsame Ziel des dreitägigen Workshop im Rahmen des Projekts „StadtMuseum inklusive“: Wir bauen eine Mitmach-Maschine! Wie diese Maschine schlussendlich aussehen sollte, entschieden allein die jungen Ingenieurinnen und Ingenieure. Der Kreativität wurde dabei freier Lauf gelassen.

Doch bevor es ans Basteln, Malen und Sägen ging, stand erst einmal Grundsätzliches auf dem Programm. Was ist eigentlich eine Maschine? Welche Maschinen gibt es und wie funktionieren sie? Antworten auf diese und viele weitere Fragen wurden in der Dauerausstellung des Stadt- und Industriemuseums gesucht. Ausgestattet mit vielen neuen Informationen und Eindrücken ging es anschließend in der Museumspädagogik ans Werk.

Zunächst wurde alleine oder in Kleingruppen eine eigene kleine Maschine gebaut, angetrieben mit Kurbeln aus Kupferdraht. Damit sich die Bewegungen einwandfrei umsetzen ließ, war viel Fingerspitzengefühl bei der Konstruktion gefragt. Mit Geduld feilten die Tüftlerinnen und Tüftler an ihren Maschinen. Parallel zu den Workshop-Teilnehmerinnen und Teilnehmern fertigte Museumshandwerker Timo Einsele eine Metallkonstruktion, in welche die einzelnen kleinen Maschinen eingebaut werden sollen. So entsteht eine große Mitmach-Maschine.

Fehlt eigentlich nur noch der Antrieb: Mit Hilfe von Transmissionsriemen und Zahnrädern wird die Drehbewegung der Reifen eines Handwagens als Energiequelle genutzt. Denn der Wagen trägt die Maschine, die so zugleich mobil wird! Den fahrbaren und energiespenden Untersatz hatte die Lehrwerkstatt der Firma Opel gebaut. Viele fleißige Hände und kreative Köpfe schaffen es gemeinsam: Aus Mitmachen wird Maschine!

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